Fünf Prominente wollen Messe “Jagd & Hund” stoppen

Die Trophäenjagd ist eine besonders grausame Freizeitbeschäftigung, bei der unzählige Lebewesen sterben müssen. Foto: PETA
Die Trophäenjagd ist eine besonders grausame Freizeitbeschäftigung, bei der unzählige Lebewesen sterben müssen. Foto: PETA

Aktuell fordern fünf Prominente Dortmunds Kommunalpolitiker auf, Trophäenjagdreisen auf der Messe “Jagd & Hund” künftig zu untersagen. (Wie ich finde) Aus gutem Grund.

Jagd & Hund soll Anfang 2022 stattfinden – 5 Prominente geben Statement gegen Trophäenreisen ab

2021 wurde die Messe Jagd und Hund coronabedingt abgesagt. Anfang 2022 soll es nun wieder soweit sein. Aktuell steht vor allem die Tatsache in der Kritik, dass auf der Messe unter anderem auch Trophäenjagdreisen angeboten werden.

Besonders erschreckend: der Abschuss seltener Tierarten wie Löwen, Elefanten, Nashörner und Eisbären im Rahmen von Reise-Komplettpaketen gehört dort mittlerweile regelmäßig zum Angebot für zahlungskräftige Personen aus der Hobbyjägerschaft.

Fünf tierfreundliche Promis stellen sich dem nun entgegen. Sie wenden sich an Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal und die Fraktionen im Stadtrat: In einem gemeinsamen von PETA übersandten Schreiben fordern Alexandra von Rehlingen, Sky du Mont, Tim Bengel, Ariane Sommer und Guido Maria Kretschmer dazu auf, Angebote für Trophäenjagdreisen in den städtischen Messehallen zu verbieten.

“Allein schon die Motivation der Trophäenjäger – die Lust am Töten möglichst seltener Tiere – sowie die rein wirtschaftlichen Interessen der Anbieter sollten zu einem Ausschluss solcher Angebote führen.

Doch auch die von der Jagdlobby angeführten ‘Argumente’ für die Trophäenjagd halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand.

Die Behauptung, Trophäenjagden wären dem Artenschutz dienlich, sind vollkommen abwegig”, heißt es in dem Schreiben.

PETA setzt sich schon lange für Verbot von Trophäenjagdreisen ein

Bereits 2020 wandten sich PETA und weitere Organisationen an die Dortmunder Politik. Doch CDU und SPD wollen Angebote für Trophäenjagdreisen in den Messehallen nicht verbieten. Auf der “Jagd & Hund” bieten jedes Jahr über 150 Aussteller Trophäenjagdreisen ins Ausland an. Die Jagd auf gefährdete und geschützte Arten wird an den Messeständen über Preislisten, Sonderangebote, Jagdvideos und Fotos getöteter Tiere beworben.

Allein in Afrika gehen jedes Jahr mehr als 18.000 Menschen aus verschiedenen Ländern auf Großwildjagd und töten dabei mehr als 100.000 Wildtiere. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Importeur für Jagdtrophäen international geschützter Arten: Allein 2020 wurden “Trophäen“ von 543 seltenen Tieren eingeführt, darunter Körperteile von Elefanten, Löwen, Nashörnern, Eisbären und Affen.

Weil die Trophäenjagd tier- und artenschutzrechtlich nicht zu rechtfertigen ist, haben einige Länder bereits Einfuhrverbote erlassen: Frankreich stoppte 2015 als erstes EU-Land die Einfuhr von Löwentrophäen. 2016 erließen die Niederlande ein Einfuhrverbot für Trophäen aller geschützten Tierarten. Reiseveranstalter und Jagdtouristen behaupten, die Trophäenjagd sei ein Beitrag zum Artenschutz – dies ist abwegig und hält einer wissenschaftlichen Prüfung nicht stand.

Wir von niveau-klatsch.com sind für euch auf vielen Messen vertreten. Die „Jagd und Hund“ klammern wir jedoch auch im kommenden Jahr – wie auch in den vorherigen Jahren – aus ethischen Gründen aus.

Liebst,

Conny

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