Helge Schneider, ein Abbruch und die Konsequenzen

Helge Schneider, ein Abbruch und die Konsequenzen/ Symbolfoto Niveau-Klatsch
Helge Schneider, ein Abbruch und die Konsequenzen/ Symbolfoto Niveau-Klatsch

Hallo, ihr Lieben!

Vorweg: wir lieben Künstler. Wir lieben exzentrische Künstler und irgendwie auch die, die mit besonderen Wünschen, wie zum Beispiel Videospiele und Fast Food backstage, herantreten. Allüren muss man sich leisten können. Aber doch bitte nicht auf Kosten der Fans und – verallgemeinernd ausgedrückt – auf Kosten einer kompletten Branche!

Helge Schneider dürfte diesbezüglich ein wenig in die Geschichte eingehen. Denn: er entschied sich gestern kurzerhand dafür, seinen Auftritt beim Strandkorb Open Air in Augsburg zu beenden. Nach 40 Minuten – weil er sich von den Menschen, die mit Plastiktüten (Anm. der Red.: die Gastromitarbeiter, die den Gästen Getränke und Snacks brachten) gestört fühlte.

Er könne so nicht arbeiten. Ob ein solches Vorgehen professionell ist, sei dahingestellt. Fest steht, dass es bisher alle, von Carolin Kebekus über Jan Delay bis hin zu Johannes Oerding, geschafft haben, die Massen auch in Strandkörben mitzureißen. Warum? Weil eine gesamte Branche gerade ein wenig aufersteht.

Laut Veranstalter kannte Helge Schneider das Konzept

Veranstalter Sprecherin Birgit Gibson erklärte, dem Künstler sei das Konzept sehr wohl bekannt gewesen. Es sei jedoch nicht möglich gewesen, nach seiner Entscheidung am Abend mit ihm zu sprechen. Eigentlich gut. Denn: laut Gibson stand sogar im Raum, das Bewirten einzustellen, wenn er sich dazu entschlossen hätte, weiterzumachen. Vielleicht sollten manche Allüren nicht gefüttert werden.

Ob Helge Schneider seine restlichen Strandkorb Konzerte spielen wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist es aber auch besser, die Bühne den Künstlern vorzubehalten, denen es tatsächlich wichtig ist, wieder präsent zu sein.

Dass es schwerer ist, in seiner derart ungewohnten Atmosphäre zu performen, ist natürlich keine Frage. Wer jedoch Verantwortung den Fans, der Gastronomie, dem Veranstalter und auch seiner eigenen Band gegenüber hat, sollte sich vielleicht im Vorfeld NOCH genauer informieren, anstatt einer kompletten Veranstaltungsreihe zu schaden.

Helge Schneider wird beschimpft und gefeiert

In der Nacht zum Sonntag meldeten sich im Netz unter anderem auch viele Querdenker zu Wort, die in Schneider offenbar eine Art Gallionsfigur gefunden zu haben scheinen. Frei nach dem Motto „Endlich sagt es mal einer!“ steht er nun unter anderen auch für eine Meinung, bei der nicht wirklich klar ist, ob er sich mit ihr identifizieren kann.

Ob die Gäste ihr Geld zurück bekommen bzw. ob Schadensersatz verlangt wird, ist aktuell noch offen. Die Gemüter sind jedoch aktuell erhitzt und viele fragen sich einmal mehr, wie weit ein verändertes Künstlerimage eine bisher eigentlich erfolgreiche Karriere beeinflussen kann… und sollte. 

Liebst,

Conny

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