Resident Evil Requiem im Test: Genau das, was Fans sich gewünscht haben

von | Apr. 11, 2026

Resident Evil Requiem im Test/ Screenshot

Resident Evil Requiem im Test/ Screenshot

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Nach rund 17 Stunden mit Resident Evil Requiem bleibt vor allem ein Eindruck hängen: Das Ding fühlt sich wieder richtig nach Resident Evil an. Kein übertriebener Action-Bombast, sondern dieses vertraute Gefühl aus Ressourcenknappheit, unheimlicher Atmosphäre und cleveren Rätseln. Und genau das macht den Reiz aus.

Zwei Figuren, zwei Spielstile und ein richtig gutes Pacing

Ein echtes Highlight ist der Wechsel zwischen Grace und Leon S. Kennedy. Während Grace gerade zu Beginn eher schlecht ausgerüstet ist und sich oft vorsichtig durch dunkle Areale tasten muss, bringt Leon die klassische „Ich hab schon alles gesehen“-Routine mit,… inklusive deutlich besserer Bewaffnung. Zumindest meiner Meinung nach. 

Dieser Kontrast funktioniert überraschend gut. Die Grace-Passagen sind deutlich stärker auf Horror ausgelegt, mit viel Anspannung und dem Gefühl, nie wirklich sicher zu sein. Bei Leon geht es dann eher in Richtung kontrollierte Action, ohne dass es komplett ins Ballern abrutscht. Genau dieser Wechsel sorgt dafür, dass das Spieltempo angenehm variiert und nie eintönig wird.

Auch die Struktur fühlt sich angenehm klassisch an. Es gibt wieder verschlossene Türen, Backtracking, Schlüssel-Items und diese typischen „Ah, dafür war das also“-Momente. Dazu kommen viele kleine und große Verweise auf frühere Teile, die Fans sofort erkennen dürften. Wer die Reihe kennt, wird sich hier ziemlich schnell zuhause fühlen.

Sanatorium, Raccoon City und ein Finale mit Entscheidung

Was die Schauplätze angeht, liefert Resident Evil Requiem richtig ab. Besonders das Sanatorium sticht heraus – und zwar deutlich. Das ist mit Abstand der gruseligste Abschnitt im Spiel. Enge Flure, seltsame Geräusche, kaum Überblick… genau so muss Survival Horror aussehen. Hier funktioniert die Atmosphäre auf einem Level, das man sich von der Reihe vielleicht schon länger wieder gewünscht hat.

Aber auch die Rückkehr nach Raccoon City hat ihren Reiz. Klar, vieles wirkt vertraut, aber genau das sorgt für diesen Nostalgie-Kick. Gleichzeitig wird das Setting clever genutzt, um die neue Story zu erzählen, ohne sich nur auf Fanservice zu verlassen.

Apropos Story: Die wird größtenteils über viele Einspieler transportiert. Davon gibt es wirklich einige. Wer einfach nur durchrushen will, kann sie überspringen. Das Spiel lässt einem diese Freiheit. Für den ersten Run lohnt es sich aber definitiv, dranzubleiben, weil viele Zusammenhänge sonst verloren gehen.

Zum Ende hin wird es dann nochmal richtig spannend, weil das Spiel eine Entscheidung einbaut. Es gibt zwei mögliche Enden, je nachdem, ob Elpis freigelassen oder das Experiment zerstört wird. Das gibt dem Finale nochmal mehr Gewicht und sorgt dafür, dass man nach dem Abspann nicht einfach komplett abschließt, sondern noch darüber nachdenkt. Und vielleicht im Nachgang nochmal die andere Option ausprobiert. 

Unterm Strich ist Resident Evil Requiem genau das, was man sich als Fan erhofft: ein klassisches Resident Evil mit moderner Technik, starkem Pacing und richtig guten Horror-Momenten.

Und ganz ehrlich: Nach dem ersten Durchgang ist die Motivation direkt wieder da. Der Albtraummodus wartet. Und der dürfte nochmal eine ganz andere Nummer werden.

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