Zwei Tage auf der Grünen Woche: Essen, Entdecken, Weiterlaufen

von | Jan. 22, 2026

Grüne Woche Berlin/ Foto: Niveau-klastch

Grüne Woche Berlin/ Foto: Niveau-klastch

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Wir waren die Tage auf der Internationalen Grüne Woche in Berlin unterwegs. Wer schon einmal dort war, weiß: Ein kurzer Rundgang reicht nicht. Dafür ist das Gelände zu groß, das Angebot zu vielfältig… und die Versuchung an jeder Ecke zu präsent.

Ohne Plan, aber mit Hunger

Unser Tag begann ziemlich klassisch: einfach mal loslaufen. Schon nach wenigen Minuten duftete es nach frischen Brötchen und süßem Gebäck aus der Schaubäckerei. Dazu ein Mate-Kaffee aus Mecklenburg-Vorpommern – eine willkommene Abwechslung zum Standard-Filterkaffee.

Spätestens zur Mittagszeit zog es uns in die Markthalle. Hier reiht sich ein Stand an den nächsten: Corndogs, Langos, Fischbrötchen, Eisbein. Wir haben – wie sich viele von euch wahrscheinlich schon gedacht haben – nicht alles mitgenommen, sondern immer wieder an den veganen Ständen Halt gemacht – neugierig, was es Neues gibt und wie kreativ pflanzliche Küche auf der Messe umgesetzt wird.

Pflanzlich, kreativ, überraschend

Gerade die besagten veganen Angebote haben uns positiv überrascht. Von herzhaft bis süß war alles dabei, oft regional gedacht und handwerklich gemacht. Es waren genau diese Stände, an denen man länger stehen blieb, nachfragte und mit den Leuten hinterm Tresen ins Gespräch kam.

Spargeleis und Jubiläumskaffee

Zwischendurch stolperten wir über Dinge, die man nicht sucht, aber trotzdem probiert. Spargeleis aus Brandenburg zum Beispiel. Skepsis inklusive, Überraschung danach. Ähnlich beim Jubiläums-Kaffee der Grünen Woche in Halle 10.2 – ein guter Stopp, bevor es weiterging.

Abends wurde es nochmal herzhafter: Raclette-Käse aus der Schweiz und zum Abschluss Früchte mit flüssiger Schokolade. Viel mehr Planung braucht ein Messetag eigentlich nicht.

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Startup-Days: kurz stehen bleiben lohnt sich

Neben Essen und Trinken gab es auch inhaltlich einiges zu sehen. Die Startup-Days sind inzwischen ein fester Bestandteil der Grünen Woche. Zehn junge Unternehmen stellten ihre Ideen rund um Landwirtschaft und Ernährung vor.

Gewonnen hat SconeLabs mit einer Sensorik-Lösung, die frühzeitig erkennt, wenn Lebensmittel verderben. Ein Ansatz, der im Alltag tatsächlich hilfreich sein kann – und deshalb hängen geblieben ist.

Regionen zeigen Gesicht

Auch die Auftritte der Regionen waren gut besucht. Die Metropolregion Nürnberg stellte ihre Bewerbung als Welt-Agrarkulturerbe vor und zeigte, wie vielfältig Landwirtschaft direkt vor der Stadt aussehen kann.

Nordrhein-Westfalen und Hessen setzten eher auf Mitmachen: Reitsimulatoren, Kochaktionen mit Kindern und sogar ein Roboter für die Stallreinigung sorgten dafür, dass man nicht einfach vorbeigeht, sondern stehen bleibt.

Südeuropa in ein paar Schritten

Ein Highlight bleibt jedes Jahr der internationale Teil. Knödel und Kaiserschmarrn aus Österreich, Raclette aus der Schweiz, Cannoli aus Sizilien, Macarons aus Frankreich oder Pastéis de Nata aus Portugal – alles dicht nebeneinander, alles frisch zubereitet. Man hört viele Sprachen, teilt Tische und kommt schnell ins Gespräch.

Unser Eindruck

Die Grüne Woche ist laut, voll und manchmal anstrengend – aber genau das gehört dazu. Sie lebt von Gegensätzen: Tradition neben Neuem, Regionales neben Internationalem, deftige Klassiker neben pflanzlichen Alternativen.

Wir sind mit vollen Taschen, müden Füßen und vielen Eindrücken ins Hotel gegangen – und mit dem Gefühl, dass man hier selbst nach mehreren Besuchen immer noch Neues entdeckt.

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