Am 18. April wird nicht einfach nur aufgedreht – es wird eskaliert. 35 Warm-Up-Konzerte katapultieren den Planeten kollektiv in den Headbang-Modus. Von der ersten Show in Japan bis zum finalen Abriss in Mexiko vergehen fast 24 Stunden Dauer-Doublebass. Ein globaler Metal-Marathon, getragen vom unverwüstlichen Spirit des Wacken Open Air.
Was hier nach Welttournee klingt, ist pure Community-Power: Hinter der Aktion steht der Wacken Metal Battle, der festivaleigene Bandwettbewerb, an dem mittlerweile 102 Nationen beteiligt sind. Promoter aus 35 Ländern schließen sich für das Jubiläum zusammen und beweisen, dass Metal keine Grenzen kennt – außer vielleicht die Lautstärkegrenze.
Festivalmitgründer Thomas Jensen bringt es auf den Punkt: Es geht darum, die Welt durch das zu vereinen, was wir am meisten lieben – Musik. Und zwar laut.
Hamburg wird zum Epizentrum
In Deutschland bebt der Boden im Hamburger Club Betty ab 20 Uhr. Dort liefern die US-Rocker Lansdowne ihren hookgeladenen Sound mit maximaler Energie ab. Organisiert wird das internationale Spektakel „One World One Stage“ von Salman U. Syed, beim W:O:A federführend für den Metal Battle und seit Jahren Strippenzieher im globalen Netzwerk der Szene.
Seine Mission: Unity. Seine Methode: Verstärker auf 11.
Tokio, Bogotá, Zagreb – alle drehen auf
In Tokio stehen unter anderem Phantom Excaliver auf der Bühne – jene Band, die 2023 den Metal Battle gewann (inklusive legendärem Ohnmachtsmoment des Sängers bei der Preisverleihung). Für Japans Promoter Yutaro Shindo verbindet das Line-up Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der heimischen Metalszene. Große Worte? Verdient.
In Bogotá plant Veranstalter Raúl Saavreda mit „Tribute2Wacken“ Historisches: eine Tribute-Band, die ausschließlich Songs performt, die dem Wacken Open Air gewidmet sind. Mehr Fanliebe geht kaum. Saavreda ist zudem Gründer der Wacken Latinos und bekennender Holy-Ground-Pilger: Ein Jahr ohne Wacken? Für ihn unvorstellbar.
Auch Stjepan Juras aus Zagreb – Musikmanager, Autor und ausgewiesener Iron-Maiden-Experte – organisiert in Kroatien die Warm-Up-Party. Für ihn ist klar: Wacken ist kein Festival, es ist ein Lebensgefühl. Das liege auch an den Gründern Thomas Jensen und Holger Hübner, die nicht aus dem Backstage winken, sondern mitten im Moshpit stehen.
Von Fans. Für Fans. Für immer laut.
„Normalerweise heißt Wacken die Welt willkommen“, sagt Holger Hübner. „An diesem Tag ist es andersrum: Die Welt heißt Wacken willkommen.“
Und genau das passiert am 18. April 2026: 35 Länder, 35 Clubs, unzählige Riffs – ein Planet im Gleichklang. Wer nicht vor Ort ist, kann über die Social-Media-Kanäle des Festivals unter #oneworldonestage Eindrücke aus allen teilnehmenden Nationen sammeln.
Das eigentliche Wacken Open Air steigt dann vom 29. Juli bis 1. August 2026 im beschaulichen Wacken in Schleswig-Holstein – jenem 2.000-Seelen-Ort, der einmal im Jahr zur Metal-Hauptstadt der Welt mutiert. Was 1990 mit 800 Besuchern begann, ist heute ein Pilgerort für 85.000 Fans.
Kurz gesagt: Die Welt probt den Ausnahmezustand. Und Wacken dirigiert. 🔥🤘


