Achtung, Probe! NRW testet am 12.03.26 Sirenen und Handy-Warnungen

von | März 10, 2026

Sirene/ Symbolbild Foto niveau-klatsch

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Am Donnerstag, 12. März, wird es in Nordrhein-Westfalen wieder laut – und das ist ausnahmsweise sogar gewollt. Beim landesweiten Warntag heulen um 11 Uhr rund 6.500 Sirenen im ganzen Land los. Gleichzeitig piepen Handys, Lautsprecher melden sich zu Wort und auch auf Social Media sowie auf digitalen Warntafeln tauchen Warnmeldungen auf. Kurz gesagt: Das Land macht einmal den großen Alarm-Testlauf.

Der Hintergrund ist weniger Drama als vielmehr ein ziemlich nüchterner Systemcheck. Mit der Aktion sollen die Warnprozesse überprüft, verbessert und das Zusammenspiel der verschiedenen Warnmittel getestet werden. Außerdem sollen die Menschen wieder daran erinnert werden, was die verschiedenen Signale eigentlich bedeuten – damit im Ernstfall niemand ratlos dasteht.

Ausgelöst werden die Warnungen über das Modulare Warnsystem (MoWaS). Darüber gehen Meldungen unter anderem per Cell Broadcast direkt auf Smartphones sowie über die Warn-App NINA raus. Zusätzlich werden Hinweise über Radio, Fernsehen, digitale Stadtinformationstafeln und weitere Medien verbreitet. Parallel lassen die Leitstellen vor Ort die Sirenen aufheulen. Neu in diesem Jahr: Erstmals kann über Cell Broadcast auch eine Entwarnung verschickt werden – eine Funktion, die Nordrhein-Westfalen schon länger gefordert hatte.

NRW-Innenminister Herbert Reul bringt es so auf den Punkt: Mit dem Probealarm wolle man das Warnsystem „auf Herz und Nieren prüfen“. Nur so sehe man, ob alles zuverlässig funktioniere – und wo noch nachgebessert werden müsse. Gleichzeitig gehe es darum, die Bevölkerung für Warnsignale zu sensibilisieren. Denn nur wer Sirenentöne richtig einordnen kann, weiß im Ernstfall auch, wie er reagieren sollte.

In diesem Jahr rückt außerdem das Thema Selbstschutz stärker in den Fokus. Stromausfälle, Stürme oder extreme Hitze – Krisen können viele Formen annehmen. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur zu wissen, wie man sich im Notfall verhält, sondern auch, wie man sich darauf vorbereitet. Wer vorsorgt, bleibt im Ernstfall ruhiger und kann sich selbst und anderen besser helfen.

Passend dazu hat das Innenministerium gemeinsam mit Hilfsorganisationen einen Ratgeber entwickelt: „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“. Darin finden sich praktische Hinweise, wie man sich auf unterschiedliche Krisensituationen vorbereiten kann.

Der landesweite Probealarm wurde 2018 von Innenminister Herbert Reul eingeführt und findet seitdem jedes Jahr am zweiten Donnerstag im März statt. Neben dem Technik-Check erinnert der Warntag auch daran, dass Feuerwehr und Rettungsdienste im Land rund um die Uhr bereitstehen, um Menschen und Sachwerte zu schützen.

Der Ratgeber „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ ist online abrufbar:
https://www.im.nrw/themen/gefahrenabwehr/versionen_selbstschutzguide

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