Das hätten selbst Madonna und Robbie Williams nicht kommen sehen: Depeche Mode schnappen sich mit „Memento Mori: Mexico City“ locker-flockig ihr 13. Nummer-1-Album in den Offiziellen Deutschen Charts. Boom! Damit stellen die britischen Synthie-Pop-Ikonen einen Rekord für die Ewigkeit auf – denn kein internationaler Act war hierzulande jemals so oft ganz oben. Zwölfmal war bisher das Maß der Dinge, jetzt heißt es: Platz machen für Dave Gahan & Martin Gore.
Doch damit nicht genug Live-Glamour: Gleich zwei weitere Konzertalben sichern sich Medaillenplätze. Die Scorpions rocken sich mit „Coming Home Live“ auf Rang zwei, während Roland Kaiser mit „50 Jahre. Alle Hits. Live“ standesgemäß das Podium auf Platz drei komplettiert. Live ist eben einfach sexy.
Auch knapp hinter den Spitzenrängen wird ordentlich Stimmung gemacht: Nick Cave & The Bad Seeds steigen mit „Live God“ neu auf Platz 14 ein, dicht gefolgt von Olivia Rodrigo, die mit „Live From Glastonbury“ (15) Festival-Feeling in die Charts bringt. Die ehemaligen Spitzenreiter Kraftklub müssen derweil Federn lassen – „Sterben in Karl-Marx-Stadt“ rutscht auf Platz acht ab und wird dort gnadenlos von 22 Weihnachtsalben in die Zange genommen.
Denn klar: X-Mas is coming!
Michael Bublé croont sich mit „Christmas“ auf Platz fünf, Simone Sommerland & Co. besingen auf Platz 13 die Winterfreuden, und Rolf Zuckowski sucht auf Rang 16 nach Weihnachten. Besinnlichkeit? Fehlanzeige – das ist ein festlicher Chart-Sturm.
Auch bei den Singles rieselt es kräftig: Mariah Carey gönnt sich nach ihrem historischen Rekord eine Mini-Pause und rutscht mit „All I Want For Christmas Is You“ auf Platz zwei. Den Thron übernimmt erneut Wham! mit „Last Christmas“ – Überraschung gleich null. Insgesamt tummeln sich bereits 50 Festtags-Hits in den Charts. Gegen diese Übermacht stemmen sich in der Top 20 nur Taylor Swift mit „The Fate Of Ophelia“ (3) und der K-Pop-Track „Golden“ aus KPop Demon Hunters (15).
Fazit: Depeche Mode regieren die Album-Charts, Weihnachten übernimmt den Rest – und die deutsche Chart-Welt ist offiziell im Ausnahmezustand.


