Seit Toni (alias Anton Schneider, besser bekannt als Fatoni) denken kann, wollte er nur eins: raus aus seinem Heimatdorf Kacken an der Havel und ab ins Rampenlicht der Rapwelt. 18 Jahre Berlin später? Der große Durchbruch lässt weiter auf sich warten. Statt auf der Bühne zu stehen, wirft er Pizza in den Ofen – Karriere-Modus Fehlanzeige.
Doch dann schlägt das Schicksal zu: Bei einer Ente-Rescue-Aktion stirbt seine Mutter, und Toni muss zurück nach Kacken. Ein Dorf wie aus dem Bilderbuch des Absurden – inklusive sprechender Babyente Tupac, seinem jüngeren Stiefvater Johnny Carrera (Dimitrij Schaad) und einem Ensemble von Bewohner*innen, die alles andere als normal sind. Und als ob das nicht schon genug Chaos wäre, taucht auch noch sein 13-jähriger Sohn Charly (Sky Arndt) auf – ein Sohn, von dem Toni bis gestern noch nichts wusste.
Plötzlich hat Toni die Chance seines Lebens: Zwei Wochen, um ein Musiklabel von seinem Talent zu überzeugen und den Traum vom Rapstar endlich wahrzumachen. Zwei Wochen, um echte Hits zu produzieren, während er zwischen Trauer, Familienwahnsinn und einer buckligen Verwandtschaft in Kacken steckt. Klingt nach einem Haufen Stress? Ist es auch. Aber genau das macht den Wahnwitz dieser Netflix-Serie aus.
Neben Fatoni und Dimitrij Schaad glänzt ein vielseitiges Ensemble: Jördis Triebel, Sophia Münster, Jana Münster, Marc Hosemann, Sherine Ciara Merai, Ruth Reinecke, Vincent Redetzki, Taneshia Abt, Matthias Brandt, Edin Hasanovic, Salim Samatou, Maxwell Mare, Hannah Ehrlichmann und die unvergleichliche Veronica Ferres. Erzählerische Glanzpunkte liefert Runa Greiner.
Für alle Musikfans gibt es obendrauf Cameos aus der deutschen Rap-Szene: Nura, Danger Dan, Romano, McLuvin und Curse tauchen auf, wenn Toni’s Rap-Dreams auf echte Street-Credibility treffen.
Entwickelt von den Schaad-Brüdern Alex und Dimitrij, inszeniert von Alex Schaad und Jano Ben Chaabane, produziert von Warner Bros. International Television Production für Netflix – und unser Fazit? Wahnsinn funktioniert! „Kacken an der Havel“ ist schräg, charmant, absurd – kurz: einfach nicht nachdenken, einschalten und Spaß haben.


