Die gamescom steht in den Startlöchern – und schon vor dem offiziellen Beginn zeichnet sich ab, dass die Ausgabe 2026 noch einmal eine Nummer größer wird. Mehr als 1.600 Ausstellende aus 67 Ländern werden in Köln erwartet. Hinzu kommen eine Rekordfläche, eine weiter gewachsene Indie Area und so viele Länderpavillons wie noch nie.
Auch bei den Besucherinnen und Besuchern ist die Vorfreude offenbar groß: Die Wildcards und die Tickets für den Samstag sind bereits ausverkauft. Wer dabei ist, darf sich auf eine Woche freuen, in der sich in Köln wieder fast alles um Games, neue Entwicklungen und die internationale Gaming-Community dreht.
Mehr als 1.600 Ausstellende bei der gamescom 2026
Die Zahlen zeigen, wie groß die gamescom inzwischen geworden ist. 2026 sind mehr als 1.600 Ausstellende aus insgesamt 67 Ländern vertreten. Der internationale Anteil liegt bei 70 Prozent. Zum Vergleich: 2025 waren es 1.568 Ausstellende aus 72 Ländern.
Noch beeindruckender ist der Blick auf die Fläche. Insgesamt stehen in diesem Jahr 233.000 Quadratmeter Bruttoausstellungsfläche zur Verfügung – und die sind erstmals vollständig ausgebucht.
Auch die internationale Präsenz wächst weiter. Insgesamt gibt es 47 Länderpavillons beziehungsweise Gruppenstände aus 40 Ländern. 2025 waren es noch 40 aus 35 Ländern. Neu hinzugekommen sind unter anderem Pavillons aus Bulgarien, Marokko, Nigeria, Ungarn und Zypern.
Ein besonderer Gast hat sich ebenfalls angekündigt: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht die gamescom und wird außerdem den gamescom congress eröffnen.
So groß war die gamescom indie area noch nie
Wer auf der gamescom gerne etwas abseits der ganz großen Studios und bekannten Marken unterwegs ist, dürfte in diesem Jahr besonders viel zu entdecken haben. Die gamescom indie area wächst erneut und erreicht 2026 einen neuen Höchststand.
Mehr als 420 Unternehmen sind dort vertreten und präsentieren hunderte Spiele. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 16 Prozent. 2025 waren noch 364 Unternehmen dabei.
Damit bekommen kleinere Entwicklerteams eine noch größere Bühne. Passend dazu lautet einer der Trends der diesjährigen gamescom „Kleine Teams, große Erfolge“. Gerade die Indie Area dürfte deshalb wieder einer der Bereiche werden, in denen sich Spiele entdecken lassen, die bislang noch nicht jeder auf dem Schirm hat.
Die gamescom gibt es auch 2026 wieder im Livestream
Natürlich muss man nicht zwingend in Köln sein, um zumindest einen Teil der gamescom mitzuerleben. Auch 2026 werden verschiedene Shows und Formate im Livestream übertragen.
Dazu gehört allen voran die gamescom Opening Night Live. Außerdem stehen die gamescom awesome indies show, das Speedrunning-Format gamescom GDQ für den guten Zweck und das gamescom studio auf dem Programm.
Mit gamescom epix gibt es darüber hinaus erneut ein interaktives Community-Angebot. Diesmal geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Weltall. Über verschiedene Quests können Sammelkarten und Rewards freigeschaltet werden. Insgesamt gibt es 67 Kartenmotive. 19 davon sollen erstmals auch als physische Karten für Besucherinnen und Besucher vor Ort erhältlich sein.
Nach der Messe geht es in der Kölner Innenstadt weiter
Mit dem Ende des klassischen Messeprogramms ist die gamescom-Woche noch nicht ganz vorbei. Am 29. und 30. August zieht es das Event mit dem gamescom city festival in die Kölner Innenstadt.
Dort treffen Games und Community auf ein zusätzliches Kultur- und Musikprogramm. Angekündigt sind unter anderem Thees Uhlmann & Band sowie The Notwist.
So soll die besondere gamescom-Atmosphäre noch ein wenig länger erhalten bleiben – und gleichzeitig auch Menschen erreichen, die nicht unbedingt den ganzen Tag durch die Messehallen ziehen möchten.
Auch für die Games-Branche ist einiges geplant
Neben all den Angeboten für Fans bleibt die gamescom einer der wichtigsten Treffpunkte für Unternehmen, Entwickler, Investoren und andere Akteure der internationalen Games-Branche. Entsprechend umfangreich fällt das Business-Programm 2026 aus.
Den Anfang macht am 24. und 25. August die gamescom dev. Für die offizielle Entwicklerkonferenz sind mehr als 380 Speakerinnen und Speaker sowie 230 Sessions auf 18 Bühnen angekündigt. Neue Tracks beschäftigen sich unter anderem mit Animation, Level Design sowie künstlicher Intelligenz in Gameplay und Produktion.
Am 27. August findet der gamescom congress statt. Hier geht es nicht allein um Spiele, sondern vor allem um die Frage, welche Rolle Games in Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesellschaft spielen können. Zu den Schwerpunkten gehören „Spielfeld Demokratie“ und „Der Games-Effekt“. Erstmals wird der Congress von einem Bundespräsidenten eröffnet: Frank-Walter Steinmeier übernimmt diese Aufgabe 2026.
Ebenfalls am 27. August steht der gamescom invest circle auf dem Programm. Das Format bringt ausgewählte Games- und GameTech-Start-ups mit internationalen Investoren, Publishern und strategischen Partnern zusammen. Ergänzt werden die Business-Angebote durch gamescom biz, die offizielle B2B-App der Veranstaltung.
Die gamescom 2026 wird noch einmal größer
Mehr Ausstellende, eine komplett ausgebuchte Fläche, eine rekordverdächtige internationale Beteiligung und die bislang größte Indie Area: Schon vor dem Start liefert die gamescom 2026 einige beeindruckende Zahlen.
Gleichzeitig bleibt das Konzept breit aufgestellt. Große und kleine Studios treffen auf Fans, Entwickler auf Investoren und Games auf gesellschaftliche und politische Themen. Dazu kommen Livestreams und Veranstaltungen in der Kölner Innenstadt.
Dass die Nachfrage entsprechend hoch ist, überrascht kaum. Wildcards und Samstagstickets sind bereits vergriffen. Für alle, die ein Ticket ergattert haben, dürfte Ende August also wieder einiges los sein in Köln.











