Bürger entscheiden: Goldener Geier 2026 für die schlimmsten Greenwashing-Fails!

von | März 3, 2026

Goldener Geier 2026/ Foto: © DUH Montage / Adobe Stock

Goldener Geier 2026/ Foto: © DUH Montage / Adobe Stock

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) startet heute die Online-Abstimmung zum Goldenen Geier 2026, mit dem die dreisteste Umweltlüge des Jahres ausgezeichnet wird. Dieser Negativpreis enthüllt dreiste Täuschungen von Unternehmen im Bereich Umweltschutz. Aus hunderten eingegangenen Vorschlägen wurden in diesem Jahr Primark, Bayer und Lamborghini für ihre angeblichen Nachhaltigkeitsversprechen nominiert.

Mit dieser Aktion erhöht die DUH den Druck auf Firmen, verbindlich auf ehrliche und umweltfreundliche Produkte umzustellen. Als eine der führenden Organisationen im Kampf gegen Greenwashing hat die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation inzwischen über 100 Verfahren gegen Unternehmen eingeleitet. Über den Gewinner des Goldenen Geiers 2026 entscheiden ab sofort alle Bürgerinnen und Bürger bis zum 14. April online unter https://www.duh.de/goldenergeier/2026/  Die Preisverleihung findet kurz nach Abschluss der Abstimmung statt.

Dazu Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Sieben Mal haben wir den Goldenen Geier schon verliehen und Greenwashing dorthin gezerrt, wo es den Unternehmen weh tut: ins Licht der Öffentlichkeit. Doch die Flut dreister Umweltlügen reißt nicht ab. Unternehmen nutzen schamlos aus, dass Verbraucherinnen und Verbraucher aus guten Gründen zu nachhaltigen Produkten greifen. Auch in diesem Jahr rücken wir das Greenwashing von drei Unternehmen ins Rampenlicht:
Primark, Bayer und Lamborghini stehen für unterschiedliche Branchen – und führen mit ihren vermeintlichen Nachhaltigkeitsversprechen Verbraucherinnen und Verbraucher in die Irre. Ihre Umweltlügen halten keiner kritischen Prüfung stand. Wir rufen alle Verbraucherinnen und
Verbraucher auf: Stimmen Sie jetzt für den Goldenen Geier 2026 ab.“

Nominiert für den Goldenen Geier 2026 sind:

Primark: Primark versieht Billigmode mit dem selbst erfundenen „Cares“-Label, das wie ein Nachhaltigkeitssiegel wirkt, aber ohne unabhängige Standards und entsprechende Kriterien auskommt.

Bayer: Bayer erzählt auf seiner Website von Biodiversität und „wenigen Umweltauswirkungen“, verkauft aber weltweit tonnenweise Pestizide, die nachweislich Bienen, Böden und Gewässer schädigen.

Lamborghini: Lamborghini behauptet, „der Schutz des Planeten und der Umwelt stellt ein Kernelement unseres Geschäftsgebarens dar“, während seine Supersportwagen mit zweistelligem Verbrauch selbst als Plug-in-Hybride vor allem eines bleiben:
klimaschädliche Supersportwagen mit Mini-Elektroantrieb.

 

Hintergrund:

Die DUH verleiht den Goldenen Geier in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Die Preisträger der vergangenen Jahre waren:

  • 2019: Nestlé für seine klimaschädlichen Einweg-Plastikflaschen von Vittel
  • 2020: Daimler für den ökologisch unsinnigen Stadtgeländewagen Mercedes GLS
  • 2021: RWE für seine Image-Greenwashing-Kampagne
  • 2022: Shell für sein „klimaneutrales“ Tanken
  • 2023: McDonald’s für seine „I am beautiful“-Kampagne
  • 2024: Nestlé für seine „Unterwegs nach besser“-Kampagne
  • 2025: Vonovia für vermeintlich „erneuerbaren“ Erdgastarif
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