DTM in Zandvoort: Van der Linde triumphiert, Fans erleben Motorsport-Festival

von Redaktion Niveau-Klatsch | Mai 25, 2026

DTM Zandvoort 2026/ Foto: niveau-klatsch

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Beim zweiten Auslandsstopp der DTM-Saison in Zandvoort erlebten 39.500 Zuschauer ein Wochenende voller Motorsport, spannender Geschichten und spektakulärer Rennen. Auf dem niederländischen Formel-1-Kurs sorgten sowohl auf als auch neben der Strecke zahlreiche Highlights für beste Unterhaltung.

Achterbahnfahrt endet mit BMW-Sieg

Kelvin van der Linde krönte ein turbulentes Rennen mit seinem ersten DTM-Sieg für BMW und feierte zugleich den neunten Erfolg seiner DTM-Karriere. Der Südafrikaner vom Team Schubert Motorsport zeigte dabei eine starke Leistung und behielt trotz wechselnder Rennsituationen die Nerven.

Von der Pole-Position gestartet dominierte van der Linde zunächst die erste Rennhälfte und verteidigte seine Führung auch nach dem ersten Boxenstopp. Hinter ihm reihten sich Thierry Vermeulen im Ferrari sowie Luca Engstler im Lamborghini ein.

Spannend wurde es ab Runde 20: Vermeulen übernahm zwischenzeitlich die Spitze, nachdem die Reifen von van der Linde stärker abgebaut hatten. Doch der BMW-Pilot reagierte früh und setzte auf eine mutige Strategie mit einem vorgezogenen zweiten Boxenstopp. Dieser Schachzug zahlte sich aus: Mit bereits auf Temperatur gebrachten Reifen zog van der Linde wenige Runden später wieder an Vermeulen vorbei und übernahm die Führung zurück.

„Der Sieg tut unfassbar gut, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Das Rennen war eine emotionale Achterbahnfahrt, aber genau dafür liebe ich die DTM“, sagte der 29-Jährige nach dem Rennen.

Erster Podiumserfolg für Ben Dörr

Für besondere Freude sorgte auch Ben Dörr. Der McLaren-Pilot kämpfte sich nach Schwierigkeiten beim Boxenstopp eindrucksvoll zurück und feierte mit Platz zwei den ersten DTM-Podiumserfolg seiner Karriere sowie seines Teams Dörr Motorsport. „Den zweiten Platz habe ich nicht wirklich für möglich gehalten. Nach dem ersten Boxenstopp hatte ich die Hoffnung auf ein Top-Ergebnis eigentlich schon verloren. Aber ich konnte mich mit einem guten Manöver nach dem anderen wieder nach vorne kämpfen“, erklärte Dörr. Auch Marco Wittmann überzeugte mit einer starken Aufholjagd.

Der Schubert-Motorsport-Pilot arbeitete sich dank cleverer Strategie und kontrolliertem Reifenmanagement von Platz 13 bis auf Rang drei nach vorne.

Hinter den Top Drei folgten Maro Engel auf Platz vier sowie Thierry Vermeulen auf Rang fünf. Durch seine starke Leistung übernahm Engel erneut die Führung in der Gesamtwertung.

Motorsport trifft Unterhaltung

Neben den Rennen bot das Wochenende auch abseits der Strecke viel Unterhaltung. Für Aufmerksamkeit sorgte Gaming-Star MontanaBlack, der die DTM in Zandvoort besuchte und seine Eindrücke live mit Millionen von Followern auf Twitch teilte.

„Was für eine Hammer-Stimmung. Ich war schon einmal in Zandvoort und finde es hier immer super. In Kombination mit der DTM ist das natürlich überragend“, sagte der Streamer.

Auch der ehemalige Radprofi Fabian Wegmann war erstmals zu Gast bei der DTM. Der dreifache deutsche Straßenmeister schickte mit dem traditionellen Kommando „Drivers start your engines“ das Feld in den ersten Lauf.

 

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DTM-Stars laufen für den guten Zweck

Bereits vor dem Rennwochenende stand soziales Engagement im Mittelpunkt. Beim BWT Best Water Run tauschten Fahrer, Teams und Organisatoren ihre Rennanzüge gegen Laufschuhe. Die Teilnehmer absolvierten die 4,259 Kilometer lange Rennstrecke und sammelten Spenden für die Initiative b.waterMISSION, die Brunnenbauprojekte in Afrika unterstützt.

Auch die Initiative „Driving Change“ war in Zandvoort präsent. Über den BWT Race Lap Award fließen zusätzlich Spenden für jede gefahrene Rennrunde in Projekte zur Verbesserung der globalen Trinkwasserversorgung.

Nachwuchstalente und Heimspiel-Atmosphäre

Zum Rahmenprogramm gehörten außerdem Läufe der FIA Formula Regional European Championship. Dort machte Sebastian Wheldon mit einem Sieg auf sich aufmerksam. Der Sohn des ehemaligen IndyCar-Champions Dan Wheldon gilt als eines der vielversprechendsten Talente im Nachwuchsbereich.

Besonders emotional verlief das Wochenende für Thierry Vermeulen. Der Niederländer begeisterte bei seinem Heimspiel nicht nur mit sportlichen Leistungen, sondern zog auch zahlreiche Fans an seine Box.

„Es ist einfach mega, hier in Zandvoort mein Heimspiel zu haben. Mit all den niederländischen Fans auf den Tribünen fühlt sich das noch einmal extra speziell an“, sagte Vermeulen.

Damit präsentierte sich Zandvoort einmal mehr als eine Mischung aus Spitzensport, Unterhaltung und Fan-Nähe – mit einem Rennwochenende, das auf und neben der Strecke zahlreiche Geschichten schrieb.

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