Die SPIEL Essen wächst weiter – und stößt dabei in diesem Jahr endgültig an die Grenzen des Essener Messegeländes. Die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele wird erstmals alle acht Hallen nutzen. Damit erreicht die Veranstaltung ihre maximal mögliche Geländekapazität.
Der Grund für die Expansion ist eine Nachfrage, die selbst die Veranstalter überrascht. Schon Monate vor dem Start der Messe und noch lange vor dem Ende des Anmeldezeitraums liegen außergewöhnlich viele Anmeldungen vor. Die Spielebranche will nach Essen – und zwar mit größeren Ständen und zahlreichen neuen Ausstellern.
Nächster Flächenrekord in Essen
Mit der zusätzlichen Halle wächst die Ausstellungsfläche um rund 3.700 Quadratmeter. Insgesamt kommt die SPIEL Essen in diesem Jahr damit auf beeindruckende 81.200 Quadratmeter.
Dabei ist der nächste Rekord keine Selbstverständlichkeit. Erst im vergangenen Jahr war mit Halle 7 eine weitere Fläche hinzugekommen. Nun folgt bereits die nächste Erweiterung. Für die SPIEL ist es damit der vierte Flächenrekord in Folge.
Doch größer wird nicht nur die Messefläche. Auch die Zahl der Unternehmen, die ihre Spiele in Essen präsentieren wollen, nimmt weiter zu.
Alte Bekannte wollen deutlich mehr Platz
Ein wichtiger Wachstumstreiber sind die langjährigen Aussteller. Viele von ihnen möchten ihre Standflächen vergrößern, um ihre immer umfangreicheren Portfolios und die zahlreichen Neuheiten angemessen präsentieren zu können.
Schließlich erwarten die Veranstalter erneut rund 220.000 internationale Besucher. Für die Verlage bedeutet das eine enorme Chance – aber eben auch einen wachsenden Platzbedarf.
Gleichzeitig drängen zahlreiche neue Unternehmen auf die SPIEL.
Noch nie so viele neue Aussteller?
Besonders auffällig ist die hohe Zahl an Newcomern. Zahlreiche Aussteller haben sich angemeldet, die bislang noch nie auf der SPIEL Essen vertreten waren.
Gerade für kleinere Spieleentwickler ist die Messe ein wichtiger Treffpunkt. Viele nutzen Essen, um ihr erstes eigenes Spiel einem internationalen Publikum vorzustellen. Dass die Zahl dieser neuen Aussteller bereits jetzt besonders hoch ist, zeigt, wie groß die Dynamik innerhalb der Spielebranche inzwischen geworden ist.
„Dass wir bereits jetzt die Öffnung einer neuen Halle und die Vollbelegung des Geländes planen können, ist großartig – und ein Zeichen sowohl für die internationale Bedeutung unserer Messe als auch für die Vitalität der Spielebranche“, erklärt Carol Rapp, Geschäftsführerin des Merz Verlags.
Ihr Fazit fällt entsprechend deutlich aus: Die SPIEL und die gesamte Branche wachsen – und dafür muss zusätzlicher Raum geschaffen werden.
Aus Wartebereich wird Ausstellungsfläche
Die zusätzliche Fläche entsteht nicht irgendwo auf dem Messegelände, sondern mitten in der bisherigen Struktur. Halle 8, die in den vergangenen Jahren vor allem als Wartebereich genutzt wurde, wird zur vollwertigen Ausstellungsfläche.
Damit verändert sich allerdings auch die bisherige Hallenplanung. Das Messeteam arbeitet derzeit daran, die Struktur entsprechend anzupassen.
Eine komplette Neuordnung soll es dabei nicht geben. Stattdessen werden einzelne Bereiche optimiert und verschoben. Das Ziel: größere Flächen für etablierte Aussteller schaffen und gleichzeitig möglichst vielen kleinen neuen Ständen Platz bieten.
Die grundsätzliche Aufteilung nach Themen und Kategorien soll erhalten bleiben. Auch der für die SPIEL typische Mix aus großen Verlagen und kleinen Spieleentwicklern bleibt bestehen.
Für die Besucher bedeutet das vor allem eines: Trotz des erneuten Wachstums soll die Orientierung nicht verloren gehen.
Mehr Platz – aber was ist mit dem Einlass?
Die gewaltige Ausstellungsfläche bringt allerdings eine neue Herausforderung mit sich. Wenn Halle 8 nicht mehr als klassischer Wartebereich zur Verfügung steht, muss auch der Einlass neu organisiert werden.
Der Merz Verlag arbeitet deshalb eng mit der Messe Essen zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Besucherströme und die Frage, wie die zusätzlichen Menschen möglichst reibungslos auf das Gelände gelangen können.
Eine wichtige Neuerung steht bereits fest: In diesem Jahr wird erstmals der Nordeingang geöffnet.
Neuer Eingang soll für Entlastung sorgen
Der neue Zugang liegt hinter der Grugahalle und führt direkt in Halle 5. Dadurch sollen die bisherigen Eingänge Ost, West und Süd entlastet werden.
Gleichzeitig können Besucher über den Nordeingang direkter zu den Hallen 5 und 4 gelangen. Gerade angesichts der enormen Besucherzahlen könnte dieser zusätzliche Zugang eine entscheidende Rolle spielen.
Doch damit nicht genug.
Neuer Wartebereich für schlechtes Wetter
Auch auf das typische Essener Wetter ist die SPIEL vorbereitet. Ein neuer Wartebereich entsteht in Halle 1A, die über das Congress Center Süd erreichbar ist.
Dort können Besucher bereits vor der morgendlichen Öffnung der Messe warten – und das unabhängig davon, ob draußen die Sonne scheint oder es in Strömen regnet.
Für Carol Rapp gehört diese Infrastruktur ebenso zum Wachstum wie die zusätzlichen Quadratmeter.
„Wachstum bedeutet für uns auch Verantwortung“, betont die Geschäftsführerin des Merz Verlags. Gemeinsam mit der Messe Essen wolle man deshalb dafür sorgen, dass das Erlebnis für die Besucher trotz der wachsenden Dimensionen positiv bleibt.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre stimmen die Veranstalter optimistisch. Die bisherige Hallenplanung habe bereits zu einem guten Besucherfluss und kürzeren Wegen geführt. Mit den zusätzlichen Maßnahmen soll die Situation beim Einlass nun nochmals verbessert werden.
SPIEL Essen wächst – und erreicht das Maximum
Die Entwicklung der vergangenen Jahre ist damit bemerkenswert: Zum vierten Mal in Folge wächst die SPIEL Essen bei der Fläche. In diesem Jahr wird erstmals das komplette Messegelände mit allen acht Hallen genutzt.
81.200 Quadratmeter, rund 220.000 erwartete Besucher und tausende Neuheiten aus mehr als 50 Nationen machen die SPIEL Essen damit größer denn je.
Seit über 40 Jahren ist die Messe ein internationaler Treffpunkt für Brett- und Gesellschaftsspiele. Ihr Erfolgsrezept bleibt dabei erstaunlich einfach: Neue Spiele entdecken, ausprobieren und gemeinsam spielen.
Jetzt bekommt dieses Konzept so viel Platz wie noch nie.











